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Zur Konzeption und Tradierung der männlichen Geschlechterrolle in der Erziehungswissenschaft

Eine Analyse am Beispiel der Herausbildung erziehungswissenschaftlicher Fragen und didaktischer Anwendungstheorien

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Rainer Strotmann

In dieser Arbeit wird aus patriarchatskritischer Perspektive eine Analyse der Aussagen zur Männlichkeit in einer ausgewählten Ideengeschichte der Erziehungswissenschaft geleistet. Dabei wird ein ideengeschichtlicher Zusammenhang von Männlichkeit heute mit den Erziehungsideen Rousseaus und Pestalozzis festgestellt. Nohl und Weniger beziehen sich in ihren Theorien des Erziehungsgeschehens zum Teil direkt auf pädagogische Begründungen Pestalozzis zum Geschlechterverhältnis. Theorien der Allgemeinen Didaktik von Erich Weniger, Wolfgang Klafki, Paul Heimann, dem Berliner Arbeitskreis Didaktik und Wolfgang Schulz werden insbesondere auf die Durchdringung des pädagogischen Verhältnisses untersucht, weil darin Strukturen zur Reflexion der Geschlechterdifferenz angelegt werden können, um auf geschlechterdifferente Erwartungs- und Verhaltensbündel im Unterrichtsgeschehen entwicklungsfördernd zu reagieren.
Aus dem Inhalt: Zur Phänomenologie der heutigen Männlichkeit - Rousseaus und Pestalozzis Konzept der männlichen Geschlechterrolle - Nohls und Wenigers Tradierungen - Die Weiterführung der tradierten männlichen Geschlechterrolle durch aktuelle Didaktiken.