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Müller der Menschenverächter und seine fünf Töchter

Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Joseph Kohnen

Series:

Joseph Kohnen

Ludwig von Baczko (1756-1823) ist heute in der Literaturgeschichte kaum noch bekannt, obschon er zweifellos zur Literaturgeschichte gehört. Im Schatten Kants, Hammans und Hippels versuchte sich der früh erblindete Spätaufklärer und Pionier der Frühromantik an der Weimarer Klassik vorbei - trotz seines schweren körperlichen Handikaps - als Historiker, Theater- und Romanautor, Verfasser philosophischer, soziologischer und sozialkritischer Abhandlungen und Zeitungsherausgeber vergeblich einen literarischen Namen zu erarbeiten. Sein Jugendroman Müller der Menschenverächter und seine fünf Töchter, der hier zum ersten Mal nachgedruckt wird, fügt sich in die lange Serie aufklärerischer Prosaschriften des ausklingenden achtzehnten Jahrhunderts ein und setzt sich in überaus kritischer und zutiefst pessimistischer Weise mit einigen Hauptthemen der Aufklärung wie Regierungsform, Klassengesellschaft, Kolonialismus, Kultur und Erziehung auseinander. Joseph Kohnen erläutert in einem ausführlichen Nachwort die Entstehung und die Hauptmerkmale dieser erzählerischen Jugendschrift (1788) von Baczkos, präzisiert dessen literaturgeschichtliche Ausnahmeerscheinung in einer Übergangsphase von Spätaufklärung und Klassik zur Romantik und ergänzt dies durch eine Bibliographie.
Aus dem Inhalt: Erster Nachdruck der erzählerischen Jugendschrift des Pioniers der Frühromantik Ludwig von Baczko - Auseinandersetzung mit Hauptthemen der Aufklärung - Ausführliches Nachwort von Joseph Kohnen: Entstehung, Hauptmerkmale, Literaturgeschichtliche Einordnung - Bibliographie.