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Kafkas «Proceß»-Prosa

Eine textimmanente Interpretation

Dagmar Fischer

Dichten, das heißt für den Dichter-Juristen Franz Kafka einerseits richten (Selbstgericht), andererseits verdichten, dichtmachen, chiffrieren (J 62: « Dichtung ist Verdichtung, eine Essenz»). Demzufolge handelt es sich bei der vorliegenden wissenschaftlichen Untersuchung um die Dechiffrierung der verschlüsselten (enigmatischen) Gesamtprosa Franz Kafkas, insbesondere des Proceß-Romans, basierend auf der Methode einer textimmanenten Interpretation, die philosophische, juristische, etymologische, symbolische, religionswissenschaftliche, (astral-)mythologische, astrologische (jüdisch-chaldäische Sternenweisheit), chassidische (Gerichtserzählungen), kabbalistische, gematrische, astronomische, (astro-)physikalische, psychologische u.a. Zusammenhänge eruiert.
Aus dem Inhalt: Der «Proceß»-Roman in Analogie zu den germanischen Rechtsaltertümern - Der Italienmythos: Mörder und Aszetiker - Die Tier-Metapher in Kafkas Prosa - Josef K. im Zeichen der Lunarität und Petrifikation (Sterilität, Katasterismos) - Die «Sündenbock-Theorie» (Jom Kippur) - Die Travestien der Mythen.