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Führer und Verführer

Studien zum Führungsgedanken zwischen 1871 und 1939

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Ursula Fichtner-Kaiser

Dargestellt wird die Geschichte des Begriffs Führung zwischen 1871 und 1939. Die Bedeutung des Begriffs in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und wissenschaftstheoretischen Positionen sowie seine Auswirkungen für die politische und erzieherische Praxis stehen dabei ebenso im Vordergrund wie die Sprache der damaligen Zeit. Es werden die damals üblichen Topoi und Metaphern und die durch sie ausgelösten Gedankenketten mit Mitteln der Begriffsgeschichte und der Hermeneutik analysiert. Im einzelnen wird aufgezeigt, welche Zielsetzungen und Legitimationsformen mit der jeweiligen Theorie des Führers verbunden waren. Es wird ersichtlich, daß Veränderungen vor allem Symptome eines tiefgreifenden sozialen Wandels und der Infragestellung von Herrschaft waren.
Aus dem Inhalt: Theorien und lebenspraktische Ausprägungen der Führung zwischen 1871 und 1939 - Der Führungsgedanke in der pädagogischen Diskussion - Vom «Ruf nach dem Führer» zur Führerdiktatur.