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Works of Mourning

Poetische Trauerarbeit, Selbstreflexion und kritisches Traditionsbewußtsein in modernen englischen Elegien

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Andreas Jäger

Gattungsfragen spielen in Arbeiten zur modernen englischen Dichtung selten eine Rolle - zu Unrecht, wie die vorliegende Studie am Beispiel der Elegie demonstriert. In diesem Genre findet seit der Antike die menschliche Grunderfahrung der Trauer ihren literarischen Ort. Trauerarbeit als aktive Überwindung eines Verlusts wird im elegischen Gedicht im Fortschreiten von Klage zu Trost repräsentiert und so sinnfällig gemacht. Die modernen englischen Elegiker stehen den tradierten Formen, Trostmustern und Konventionen kritisch gegenüber, doch sie streben auch nach kreativer Erneuerung im Dialog mit der Geschichte des Genres und mit seinen klassischen Vertretern (Milton, Gray, Shelley). Die Elegie erweist sich somit als eminent selbstreflexive Gattung; dies zeigen die eingehenden Analysen der Dichtungen von Thomas Hardy, Peter Porter, Tony Harrison und Douglas Dunn, die den Schwerpunkt der Arbeit bilden.
Aus dem Inhalt: Genre und Gegenwartsdichtung - Aspekte der Elegie: Selbstreflexion, Tradition, Probleme der Form - Thomas Hardys «Poems of 1912-13» als moderne elegische Sequenz - Peter Porters «An Exequy», Tony Harrisons «The School of Eloquence», Douglas Dunns «Elegies»: Englische Elegien nach dem 2. Weltkrieg.