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Individuelles und organisatorisches Lernen in der psychiatrischen Pflege

Neue Anforderungen an das Pflegemanagement aus soziologischer Sicht

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Gabriele Borsi

Internationale empirische Forschungsergebnisse zu Therapie und Verlauf schizophrener Erkrankungen werden im praktischen, klinischen Alltag immer noch nicht oder kaum umgesetzt. Das Recht des Patienten auf «zeitgemäße» Behandlung und Pflege wird dabei selten hinterfragt. Dieses unverbundene Theorie-Praxis-Verhältnis zum «Management der Schizophrenie» trägt sicher (auch) zu innerer Kündigung, kurzer Berufsverweilsdauer oder Berufsfluktuation, insbesondere der Pflegenden, bei. Ziel dieses Textes ist es, die Bedeutung des aktiv handelnden Mitarbeiters für die Mit-Definition und Mit-Verantwortung, auch für den «Umbau» der Berufskonstruktion Pflege herauszuarbeiten. Dieser Umbau hat natürlich eine weitreichende Veränderung von Managementaufgaben zur Folge. Arbeits- und Organisationsgestaltung des Systems Pflege, eine Transformation der Pflege, ist deshalb eine Frage der breiten Bewußtmachung, die Aufklärung und Verantwortungsethik auf allen Gestaltungsebenen umfaßt.
Aus dem Inhalt: Verschränkung von individuellem und organisationalem Lernen - Gesundheitspolitische Leitlinien der WHO zur betrieblichen Gesundheitsförderung - Personalentwicklung - Personalpflege - Persönlichkeitsentwicklung - Neue Managementmodelle zu Veränderung und Wandel («Lernende Organisation»).