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Widerstand als sprachliche Gemeinschaft

Die Romane von Kingsley Amis als selbstreflexive Texte

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Wilfried Ladewig

Kingsley Amis gehört seit seinem frühen Erfolgsroman Lucky Jim zu den meistgelesenen englischen Autoren der Nachkriegszeit. Er lieferte dort eine zeitlose Momentaufnahme der Nachkriegsintellektuellen und der Angry-Young-Men-Mentalität. Sein sich daran anschließendes, umfangreiches Prosawerk, besonders seine hier behandelten 15 realistischen Romane, erfüllen den gleichen Anspruch für nachfolgende Epochen und Befindlichkeiten. Eine allgemeine Basis zu ihrem Verständnis wird in dieser Arbeit definiert. Sie werden durch einen umfangreichen Rückgriff auf zeitgenössische Methoden der Literaturkritik und Formen selbstreferentieller Sprachbetrachtung in ihrer Gesamtheit erfaßt. Es wird gezeigt, wie Amis in den Romanen seinen selbstgestellten kritischen Anspruch immer neu durchdenkt. Dabei bleibt er seiner Einstellung zu einer komisch-satirischen Darstellung von Gemeinschaft und der immer mitlaufenden Reflexion von Sprache treu.
Aus dem Inhalt: Ein umfangreicher Theorieteil (Bachtin, Barthes, Fowler u.a.) liefert das Handwerkszeug, um das gemeinschaftsorientierte und selbstreflexive Potential Amis'scher Sprachgestaltung zu erfassen.