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Berufliche Identität in der Krebsnachsorgeklinik

Arbeitsstrukturen und biographische Prozesse Berufstätiger in Krebsrehabilitationskliniken

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Elisabeth Engelmeyer

In der Krebsnachsorge wird Milieuarbeit, zuwendungstherapeutische, biographische, Mönchs- und Heiler- sowie soziale Vermittlungsarbeit geleistet. Dies wird durch das vorherrschende, klassische medizinische Paradigma systematisch behindert. Die Folgen der «heimlichen» Arbeit sind berufliches Ausbrennen oder Verweigerung der Berufstätigen gegenüber den Anliegen der PatientInnen, verbunden mit individuellen und kollektiven Deprofessionalisierungs- und Demoralisierungsprozessen. Aus dem Dilemma helfen könnte die Anerkennung der anfallenden sozialtherapeutischen Arbeitsaspekte sowie die Einführung eines umfassenden Arbeitsbegriffes im Sinne von Anselm Strauss, der sämtliche, faktisch anfallenden Arbeiten konzeptionell erfaßt und integriert. Mit einem qualitativ-soziologischen Forschungsansatz werden drei unterschiedliche Krebsnachsorgekliniken untersucht. Empirische Datengrundlage sind dreißig narrative Interviews mit Berufstätigen dieser Kliniken sowie ethnographische Beobachtungen. Analyseinstrumente sind Konversationsanalyse (Kallmeyer/Schütze), Biographieanalyse (Schütze) und die offene Kodierung von Datenmaterial nach Anselm Strauss.
Aus dem Inhalt: Der gesetzliche Rehabilitationsauftrag der Krebsnachsorge - Welche Arbeiten leisten die Berufstätigen in der Krebsnachsorgeklinik faktisch und wie sind sie dafür aufgrund ihrer Biographie- und Ausbildungsverläufe vorbereitet? - Unterstützung durch Konzeption und Klinikorganisation - Auswirkungen der Arbeit auf die berufliche Identität und biographische Entwicklung.