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Notkers «Hermeneutik»-Übersetzung

Möglichkeiten der zweisprachigen Textbearbeitung

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Cornelia Staeves

Die althochdeutschen Übersetzungen, die Notker III. von St. Gallen um das Jahr 1000 verfaßte, weisen zahlreiche lateinische «Fremdwörter» auf. Am Beispiel seiner Hermeneutik-Übersetzung werden die Vorteile dieser zweisprachigen Textbearbeitung im Hinblick auf die von ihm angestrebte Textverständlichkeit untersucht. Es zeigt sich, daß Notkers Mischsprache durchaus nicht auf Übersetzungsprobleme zurückzuführen ist. Vielmehr fand er in der sinnvollen Verbindung von lateinischer und deutscher Sprache, von lateinischem Originaltext und althochdeutscher Übersetzung eine Möglichkeit, den sprachphilosophischen Text übersichtlich und leicht verständlich darzustellen.
Aus dem Inhalt: Überblick über den lateinischen Wortschatz des althochdeutschen Übersetzungstextes - Die Signalwirkung der lateinischen Vokabeln - Vorteile der zweisprachigen Textbearbeitung für die Vermittlung sprachphilosophischer Fachtermini.