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Die Wirkung skelettmuskulärer Aktivität auf den Atemwiderstand

Eine psychophysiologische Untersuchung mit gesunden und asthmatischen Personen

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Thomas Ritz

Entspannungsverfahren werden seit geraumer Zeit als verhaltensmedizinische Begleitbehandlung bei Asthma bronchiale empfohlen. Diese Praxis ist aus der Sicht der vegetativen Regulation der Atemwege jedoch nur schwer zu begründen. In einer psychophysiologischen Laborstudie absolvierten gesunde und asthmatische Personen ein Experimentalprotokoll mit sukzessiver An- und Entspannung der Stirn- und Armmuskulatur. Es wurden kontinuierlich der Atemwiderstand und eine Reihe weiterer psychophysiologischer Kennwerte erfaßt. Es zeigten sich während Anspannungsphasen überwiegend Senkungen des Atemwiderstandes, die sich in den darauf folgenden Entspannungsphasen wieder zurückbildeten. Die Effekte wurden von zusätzlichen Veränderungen der Ventilation überlagert. Bei asthmatischen Personen war besonders die Armmuskelaktivierung von starken Anstiegen in Atemantrieb und Atemvolumen begleitet. Die Ergebnisse werden in den atmungs- und psychophysiologischen Forschungsstand eingebettet, es werden Konsequenzen für die Verhaltensmedizin bei Asthma bronchiale aufgezeigt.
Aus dem Inhalt: Zur Rolle von Skelettmuskelaktivität und Atemwiderstand in der Psychophysiologie - Grundlagen von Atmungsmechanik, autonomer Regulation der Atemwege und Asthma - Wirkung skelettmuskulärer Aktivität auf die Atmung und das kardiovaskuläre System - Atemphysiologische, psychophysiologische und psychotherapeutische Studien zu Skelettmuskelaktivität und Atemwiderstand.