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Besorgnis und Besorgtheit

Untersuchungen über Problemräume, deren Strukturierung und Elaboration

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Joachim Stöber

Mitte der 80er Jahre bekam die kognitive Angstforschung neuen Auftrieb: Exzessive Besorgnis wurde als Hauptkriterium für das Generalisierte Angstsyndrom in das Diagnostic and Statistical Manual for the Mental Disorders (DSM-III-R) aufgenommen. Jedoch nicht jede Art Besorgnis ist gleich eine Störung. Normale, alltägliche Besorgnis wird oft sogar als antizipatorisches Problemlösen und damit als angemessene Vorbereitung auf mögliche Bedrohungen angesehen. Andere Autoren dagegen behaupten, Besorgnis stelle vor allem eine Vermeidungsreaktion dar, da Sichsorgen die Entstehung bedrohlicher Vorstellungsbilder und starker physiologischer Erregung reduziere - eine Sichtweise, für die auch diese Arbeit spricht, zeigt sie doch, daß für sorgenbehaftete Inhalte nur relativ abstrakte Problemräume generiert werden.
Aus dem Inhalt: Besorgnis als eigenständiger Forschungsgegenstand - Nichtpathologische Besorgnis - Wozu sich sorgen? - Sichsorgen als Problemlösen, Sichsorgen als Vermeidungsreaktion - Prototypische Inhalte sorgenvoller Gedanken - Problemelaboration mittels Generierungstechniken: die PEG-Bögen.