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Die Historismusdebatte in der Weimarer Republik

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Wolfgang Bialas and Gérard Raulet

Mit der Debatte über die «Krise des Historismus», die das geistige Leben der Weimarer Republik von ihrer Geburt in den Wirren der Niederlage bis zu ihrem Untergang beherrscht hat, wird der Historismus zu einem Epochen-Phänomen, das, über den Rahmen der Geschichtswissenschaft hinaus, sich aller Disziplinen bemächtigt. Eine der erklärten Aufgaben dieser Debatte war, den Gebrauch und den Sinn der Bezeichnung «Historismus» zu klären. Die Feststellung, daß eher das Gegenteil geschah, berechtigt zu der Frage, ob der Historismus (selbst in der «Historismusdebatte») nicht die Losung einer regelrechten ideologischen Offensive gewesen ist, deren Auswirkungen auf die politische Kultur der Weimarer Republik hinterfragt werden sollen.
Aus dem Inhalt: Theorietypen und Strategien des Historismus - Historismus und Historismuskritik bei Meinecke, Troeltsch, Mannheim - Der Historismus und die «Neuere deutsche Literaturwissenschaft» der zwanziger Jahre.