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«Undermining Gender - Overcoming Sex»

Identität und Autorschaft bei Mary Wilkins Freeman, Edith Wharton und Ellen Glasgow

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Marietta von Lavergne-Peguilhen

Entgegen anderslautender Meinungen war es für Frauen zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht ohne weiteres möglich, als Autorinnen emanzipatorisch tätig zu werden. Manche Vertreter einer feministischen, psychoanalytisch-semiologischen Schule behaupteten bislang sogar, Frauen hätten per se in der Sprache nur einen Objektstatus inne, den sie aufgrund ihrer Identitätskonstituierung nicht überwinden könnten. Erst Judith Butler hat die Vorstellung eines stabilen feministischen Subjekts hinterfragt und fordert eine Dekonstruktion der Geschlechterdichotomie als Voraussetzung zu einer Veränderung des dominant-patriarchalen Diskurses. Die Texte, die in dieser Arbeit analysiert werden, zeigen, daß schon zu Beginn unseres Jahrhunderts Butlers aktuelle Forderungen in der Fiktion umgesetzt wurden: Freeman, Wharton und Glasgow haben nicht nur eine Veränderung weiblicher Rollenmuster gefordert, sondern die Vorstellung einer weiblichen Identität an sich in Frage gestellt. Insofern sind sie bedeutsame Vorläuferinnen einer neuen Generation von Autorinnen.
Aus dem Inhalt: Wege aus dem Schweigen: Frauen als Autorinnen (Lacan, Cixous, Kristeva, Yaeger) - Identität und Sexus: Judith Butler - Überlegungen zu einer (literatur)historischen Kontextualisierung (Fluck) - Mary Wilkins Freeman: The Shoulders of Atlas - Edith Wharton: Ethan Frome - Edith Wharton: Summer - Ellen Glasgow: Barren Ground.