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Die Rezeption der Antike und der europäische Philhellenismus

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Evangelos Konstantinou

Die Rezeption der Antike hat bei allen wichtigen Stationen der geistigen und kulturellen Entwicklung Europas Pate gestanden. Die uralte Liebe und Bewunderung Deutschlands und der anderen europäischen Länder für das antike Hellas lieferte den Ansporn zu einer aktiven Anteilnahme an den blutigen Kämpfen der Neuhellenen gegen das osmanische Joch. Die europäischen Philhellenen sahen in den kämpfenden Neugriechen die Nachfahren der alten Griechen, denen sie die hohen Werte ihrer Bildung und Erziehung verdankten. Dieser Aspekt erklärt mehr als alle anderen Faktoren die Einzigartigkeit der damaligen philhellenischen Bewegung, die ganz Europa und Nordamerika erfaßt hatte. Die tiefe Wirkung der Rezeption der Antike bei der Entstehung des europäischen Philhellenismus wird hier anhand der vorgelegten Beiträge von verschiedenen Seiten beleuchtet.
Aus dem Inhalt: Georges Castellan: L'influence des guerres de la Révolution et de l'Empire napoléonien sur les guerres de libération des peuples des Balkans au XIXe siècle: L'exemple de la Grèce - Richard Clogg: The Rediscovery of Antiquity in the Greek World 1770-1821 - Johann Dimakis: Die griechische Antike als Inspirationsquelle des französischen literarischen Philhellenismus von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des griechischen Befreiungskampfes - Miron Flasar: Antike-Rezeption und Philhellenismus im serbischen Schrifttum - Francesco Guida: Le Philhellénisme italien - Friedrich Heyer: Das philhellenische Argument: «Europa verdankt den Griechen seine Kultur, also ist jetzt Solidarität mit den Griechen Dankesschuld.» - Radislav Hosek: Drei Gestalten des tschechischen Philhellenismus Tyrs - Machar - Stastny - Johannes Irmscher: Das Antikebild des deutschen Philhellenismus - Istvân Jánosy: Philhellenische Bestrebungen im alten Ungarn - Richard Jenkyns: The German Influence upon British Hellenism - Hans-Martin Kirchner: Die Einstellung zum Philhellenismus von Thierschs philologischen Korrespondenten - Winfried Löschburg: Karl Mendelssohn Bartholdys Reisen nach Griechenland und seine Forschungen zur Geschichte des Landes und seines Freiheitskampfes - Stavroula N. Patsourakou: Aspekte der Antike-Rezeption im deutschen Geistesleben des 19. Jahrhunderts und Wurzeln des deutschen Philhellenismus - Georg Pfligersdorffer: Neugriechischer Volksgesang und Antikerezeption - Olivier Picard: Philhellénisme et réception de l'Antiquité: L'exemple de Delphes - Thomas Poiss: «Deswegen sind uns die Griechen unentbehrlich». Eine Rede zum Griechischen in Hölderlins Hymne Der Rhein - Marius Byron Raizis: Origin and Culmination of Shelley's Philhellenism - Bjarne Schartau: EAAAE GRAECIA UNIVERSALIS - Hans W. Lauremberg als Kartograph Griechenlands - Heinrich Scholler: Die Antikerezeption bei dem Philhellenen Friedrich Thiersch - Arpád Szabó: Griechische Grundlegung der Mathematik, der Astronomie und der Geographie - Thodoris Vlachodimitris: Philhellenische Stimmen aus Hamburg während des griechischen Befreiungskampfes von 1821.