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Schule in Bayern im Spannungsverhältnis von Staat, Eltern und Kirche

Eine verfassungsgeschichtliche Untersuchung von der Aufklärung bis zur Bayerischen Verfassung vom 2. Dezember 1946

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Stefan Täschner

Die Arbeit rekonstruiert die Entwicklung des staatlichen Schulrechts in Bayern aus verfassungsgeschichtlicher Sicht. Ausgehend vom Konzil von Trient und der Salzburger Synode von 1569 wird der Anspruch der Kirche auf die Schule und seine ausdrückliche Bestätigung durch den Westfälischen Frieden aufgezeigt. Die Aufklärung in Bayern führte dazu, daß der Staat Anspruch auf die Schule erhob und sich die Schule von der Kirche löste. Die Arbeit stellt dar, aus welchen Beweggründen der Staat auf die Schule zugriff und inwieweit die Kirche ihren Einfluß auf das Schulwesen behaupten konnte. Zugleich wird erörtert, wie das staatliche Erziehungsrecht von dem Recht der Eltern, ihre Kinder nach ihren Vorstellungen zu erziehen, überlagert wird. Dieses Spannungsverhältnis wird anhand der bayerischen Verfassungen von 1818, 1919 und 1946 sowie der Weimarer Reichsverfassung und des Grundgesetzes erörtert. Abschließend wird auf aktuelle Entwicklungen im Schulrecht in Bayern eingegangen.
Aus dem Inhalt: Die Entstehung des staatlichen Schulwesens in Bayern - Das Schulwesen in der Weimarer Zeit - Die Schulartikel in der Bayerischen Verfassung von 1946 - Der «Kruzifix-Beschluß» des Bundesverfassungsgerichtes.