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Biologie im Horizont der Philosophie

Der Entwurf einer europäischen «Bioethik»-Konvention

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Roland Rösler

«Der Mensch wird zum austauschbaren Objekt.» Sein Genom wird zum «grundlegenden Bestandteil des gemeinsamen Erbes der Menschheit» erklärt (UNESCO). Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Nichtregierungs-Organisationen(NGO's) diskutierten aus Anlaß der vom Europarat vorgelegten «Menschenrechtskonvention zur Biomedizin» im Straßburger Palais de l'Europe das Problem der Menschenwürde in der bioethischen Diskussion der Gegenwart. Eine Naturwissenschaft sucht ethische Rechtfertigung, die «Biologie ist im Horizont der Philosophie». Moderne Fortpflanzungsmedizin, Embryonenforschung, Genmanipulation, «fremdnützige Forschung an Nichteinwilligungsfähigen», natürlicher Tod oder medizinisch definierter Hirntod: Die Erfahrung der Geschichte und heute feststellbare Weiterungen forscherischen Denkens sind Kern der Reflexionen eines internationalen Symposiums. «Forschung ist zu einem Angriff auf die Natur geworden... Die einzige Alternative wäre die wirkliche religiöse Frömmigkeit» (Chargaff).
Aus dem Inhalt: Moderne Fortpflanzungstechniken - Embryoforschung - Genmanipulation - Transplantation - Überschreitung der bisher gültigen Grenzen - Forderung an die Politik, ethische Normen zu definieren - Internationales Symposion mit Diskussion der europäischen Menschenrechtskonvention zur Biomedizin und der Deklaration zum Schutz des menschlichen Genoms der UNESCO.