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Schiller und Shakespeare

Idee und Wirklichkeit

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Paul Steck

Der Verfasser objektiviert die ichbezogenen Schillerbilder der Vergangenheit. Er weist nach, dass das Drama Schillers nicht im nebulosen Reich der Ideale angesiedelt ist, dass es weder eine blosse Nachahmung und Mischung der Tragödie der Griechen, Franzosen und Shakespeares, noch ein virtuoses Formspiel darstellt. Die ureigene dramatische Potenz Schillers wird kritisch abgegrenzt gegen die Einflüsse Shakespeares. Dem in der Wirklichkeit verhafteten «naiven» Drama des Briten steht das auf zwei Ebenen spielende Drama Schillers gegenüber.
Aus dem Inhalt: Das Verhältnis Schiller-Shakespeare in 3 Teilen.
1. Vorbild und Nachbild: Periode der Jugenddramen. Schiller sieht die Dinge anders, er kann deshalb kein «deutscher Shakespeare» werden.
2. Wandlung und Klärung: Aufgezeigt anhand der geschichtlichen, philosophischen und literarhistorischen Studien Schillers, gipfeln sie in der Grundlegung seines bipolaren Dramas.
3. Natur und Vernunft: Entwicklung zum eigenständigen Drama, Abgrenzung des Ante ils von Shakespeare, Herausarbeitung des Gleichen, Ähnlichen und Übernommenen in der Motivik, im Aufbau, in der Charakteristik der Stimmungsbildung und der dramatischen Sprache.