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Die Haftung der Nebentäter bei Mitverschulden des Geschädigten nach dem Deckungsprinzip

Ein Beitrag zur Rehabilitierung des reichsgerichtlichen Lösungsansatzes unter Berücksichtigung der Abwägungsmethoden nach § 254 Abs. 1 BGB und 17 StVG

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Klaus-Günter Otzen

Die Berücksichtigung des Geschädigtenmitverschuldens gegenüber mehreren Nebentätern ist bis heute ein umstrittenes Thema geblieben. Allen aktuellen Ansichten ist eines gemeinsam: Die Ablehnung des reichsgerichtlichen Lösungsansatzes, der noch bis 1955 allgemeine Anerkennung genoß. Mit dieser Arbeit erfolgt nun erstmals seine Rehabilitierung. Zur Widerlegung des geltenden Meinungsstandes arbeitet sie zunächst die nicht haltbare Hauptthese der herrschenden Ansichten heraus. Kernpunkt der weiteren Untersuchung ist die Erkenntnis der Abwägungsmethode, die den Hintergrund der sogenannten «Haftungs- und Zurechnungseinheiten» bildet. Die konsequente Weiterführung dieser methodischen Grundlagen ermöglicht eine Neuorientierung und Klärung offener Fragen der gängigen Mitverschuldensdogmatik.
Aus dem Inhalt: Die zweifelhafte Prämisse der Abwägungsanteile - Bedeutung der Haftungs- und Zurechnungseinheiten als Abwägungsmethode - Objektive und subjektive Abwägungsmethode - Haftungsdogmatische Einordnung beider Methoden - Vergleich zur gängigen Mitverschuldensterminologie - Folgen der Abwägungsmethoden für die Gesamtaufteilung des Schadens.