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Tierischer Magnetismus und Schulmedizin in Bremen während der Aufklärung

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Alfred John

Untersucht wird eine Episode der Auseinandersetzung mit dem tierischen Magnetismus während der Aufklärung. Der Verlauf wird anhand zeitgenössischer Streitschriften dokumentiert und der Inhalt in ihrer Gegenüberstellung erschlossen. Hierdurch wird erkennbar, welche außermedizinischen Faktoren die Frontlinien bestimmen. Der angeblich von vorgefaßten Meinungen freie «gesunde Menschenverstand» zeigt sich als unscharf bestimmte Vermischung erkenntnistheoretischer Ideale, moralischer Überzeugungen und für sicheres Wissen gehaltener physiologischer Hypothesen. Außerdem können im häufig gebrauchten Begriff «Einbildungskraft» enthaltene Anklänge späterer psychodynamischer Erklärungen des tierischen Magnetismus deutlich herausgestellt werden.
Aus dem Inhalt: Einführung des tierischen Magnetismus in Bremen durch Lavater - Öffentliche Kontroverse um seine Anwendung - «Gesunder Menschenverstand» gegen Erregung der «Einbildungskraft» - Verbindungslinien von Aspekten dieses Begriffes zu Suggestion (Bernheim) und Unterbewußtsein (Freud).