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Befreundung mit dem Fremden: Die Deutsch-Französische Gesellschaft in den deutsch-französischen Kultur- und Gesellschaftsbeziehungen der Locarno-Ära

Programme und Protagonisten der transnationalen Verständigung zwischen Pragmatismus und Idealismus

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Ina Belitz

Der Kunsthistoriker und Frankreichpublizist Otto Grautoff schuf 1928 mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG) und ihrer Frankreichrevue, der Deutsch-Französischen Rundschau (DFR), eine bedeutende Plattform im bilateralen Beziehungsgeflecht der deutsch-französischen Gesellschafts- und Kulturkontakte der Locarno-Ära. Am Beispiel dieses privaten zwischenstaatlichen Mittlerunternehmens sollen Akteure, Programme und die Praxis der deutsch-französischen Verständigung vorgestellt und Verbindungen von intellektuellen und gesellschaftlichen Gruppierungen im institutionellen Netzwerk transnationaler Organisationen der Verständigung transparent gemacht werden. Diese Studie rekonstruiert die zeittypischen Heuristiken der Verständigung und stellt verschiedene Vorstellungen einer interkulturellen und transnationalen Hermeneutik dar. Wert und Qualität der Infrastrukturen der Verständigungspraxis, die Wirkung und Nachwirkungen der Verständigungsheuristiken bis in die Gegenwart werden analysiert.
Aus dem Inhalt: Moderator und Mediator in den deutsch-französischen Gesellschaftsbeziehungen - Otto Grautoff (1876-1937) - Die Entstehung und der Existenzkampf der Deutsch-Französischen Gesellschaft und der Deutsch-Französischen Rundschau 1926-1935 - Rapprochement, Begegnung und Kooperation - Verständigungsformeln und -strategien der DFG und DFR - Praxis und Akteure der Verständigung.