Show Less
Restricted access

Das Regreßverbot als allgemeine Tatbestandsgrenze im Strafrecht

Series:

Katja Diel

Wie kann eine Person für das Fehlverhalten dazwischentretender Personen haftbar gemacht werden? Diese Frage ist nicht nur auf die unter dem traditionellen Begriff «Regreßverbot» verstandenen Fälle des vorsätzlichen Dazwischentretens eines Dritten beschränkt. Vielmehr spielen gerade die Fälle des fahrlässigen und sich selbst schädigenden Dritten eine zentrale Rolle in den Bereichen des täglichen Lebens. Im Hinblick auf Probleme der «Risikogesellschaft» gilt es, Fragen der objektiven Haftung für fremdes Fehlverhalten nach rechtssicheren, dogmatischen Kriterien zu bestimmen. Die Lehre von der objektiven Zurechnung kann diesen Anforderungen nicht gerecht werden. Die Autorin fordert deshalb eine an traditionellen Grundsätzen orientierte, konsequente Anwendung eines wiederbelebten Regreßverbots.
Aus dem Inhalt: Dogmengeschichtliche, dogmatische und kriminalpolitische Neubegründung eines Regreßverbots bei vorsätzlichem, fahrlässigem oder selbstschädigendem Dazwischentreten eines Dritten - Generelle Haftungsfreiheit des Ersten als Konsequenz des Eigenverantwortlichkeitsprinzips.