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Von der tugendhaften zur gebildeten Frau

Kontinuität und Wandel in der Frauenbildung Koreas um die Wende vom 19. Jahrhundert zum 20. Jahrhundert - eine Untersuchung unter frauenemanzipatorischem Aspekt

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Lee-Whan Ahn

Im Übergang von der «Vormoderne» zur «Moderne» hat sich nicht nur das Bild der Frau, sondern auch die Frauenbildung in Korea dramatisch geändert. War Frauenbildung in der traditionell konfuzianischen, patriarchalisch bestimmten Gesellschaft verstanden worden als «Tugenderziehung», während gesellschaftliche Anerkennung vermittelndes «Wissen» den Männern der herrschenden Schicht vorbehalten blieb, so wird seit Ende des 19. Jahrhunderts in einem langen und widersprüchlichen Kampf, an dem gerade auch Frauen Anteil hatten, ein mit bisher gültigen Tabus brechendes Erziehungssystem durchgesetzt, mit zum Teil ganz neuen Erziehungszielen und Idealen. Die Untersuchung gilt der historischen Erforschung dieses Prozesses, der Frauen erstmals demokratische Emanzipationschancen einräumte.
Die Autorin: Lee-Whan Ahn wurde 1956 in Hong-Seung (Südkorea) geboren. Studium der Pädagogik, Soziologie und Anglistik an der Ewha Womens University. 1980-1983 Assistentin an der Pädagogischen Fakultät der Ewha Womens University. Danach Aufbaustudium an der 'graduate school' der E.W.U; M.A. 1987. Seit 1987 Promotionsstudium in Aachen, 1995 Promotion.