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Die Terrakottafiguren von Myrina

Eine Untersuchung ihrer möglichen Bedeutung und Funktion im Grabzusammenhang

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Ute Rudnick

Die große Anzahl an Tonstatuetten im Hellenismus läßt diese als bedeutungsloses Massenprodukt erscheinen. Ihre bewußte Verwendung innerhalb eines bestimmten Lebensbereiches gab jedoch Anlaß zu der Vermutung, daß die Figuren mit einer besonderen Bedeutung und Funktion verbunden sind. Für eine solche Untersuchung ist ein geschlossener Fundzusammenhang notwendige Voraussetzung: Hier wurden die Grabinventare der Nekropole von Myrina ausgewählt. Nach der thematischen und motivischen Gliederung der einzelnen Inventare zeigte sich, daß die Myrinastatuetten keine speziellen «Grabfiguren» darstellen. Da die antiken Quellen wenig Auskunft über ihren Gebrauch geben, konnte ihre Aussagefähigkeit nur über die ikonographische Einordnung der unterschiedlichen Motive und Themen erschlossen werden. Dadurch gelang es, trotz der Vielgestaltigkeit, das Vorkommen von Statuetten im Grabzusammenhang sinnvoll zu erklären.
Aus dem Inhalt: Die rekonstruierbaren Grabinventare der Nekropole von Myrina - Die Figurenthemen aus der gesamten Nekropole von Myrina - Die Themen der Figuren aus dem sakralen und profanen Bereich - Ikonographie - Zur Bedeutung der Figuren im Grabzusammenhang - Exkurs zum religiösen Jenseitsverständnis.