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Integration und Differenzierung

Grundrisse einer reformulierten Theorie der sozialen Konstruktion wissenschaftlich-technischer Tatsachen

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Reinhard Breßler

Der «Laborstudien-Ansatz» wird in der neueren Wissenschafts- und Technikforschung als ein enorm fruchtbares, gleichwohl aber unzureichendes Konzept angesehen. Die Arbeit nimmt die Herausforderung, die in dieser Einschätzung liegt, auf. Sie versucht, die konzeptionellen Stärken des Ansatzes weiterzuentwickeln, ohne seine Defizite zu übernehmen. Dafür wird die theoriestrategische Bedeutung der Industrieforschung herausgearbeitet, zwei empirische Fallstudien analysiert («Systems Engineering», «System-Management») und die Ergebnisse zur Reformulierung des Konzepts der «sozialen Konstruktion» genutzt. Einem derart modifizierten Modell ist dann die These inhärent, daß die «Strukturierung» sozialer Realität in modernen Industriegesellschaften zunehmend als Prozeß der «Kommensurabilisierung» von wissenschaftlich-technischen, ökonomischen und sozialen Kriterien betrieben wird.
Aus dem Inhalt: Laborkonstruktivismus - ein theoretisches Modell auf dem Prüfstand - Zur theoriestrategischen Bedeutung der Industrieforschung - «Kommensurabilisierung» (Sohn-Rethel) und «Strukturierung» (Giddens) - Kategorien eines reformulierten Konzepts von «sozialer Konstruktion» - Gesellschaftspolitische Implikationen der These.