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Faktenglaube und fiktionales Wissen

Zum Verhältnis von Wissenschaft und Kunst in der Moderne

Series:

Daniel Fulda and Thomas Prüfer

Faktenglaube und fiktionales Wissen - dieses Paradox verweist auf einen Dauerkonflikt zwischen faktenorientierter Wissenschaft und fiktionsfundierter Kunst: Sie kämpfen um den kulturellen Führungsanspruch in der Moderne und sind doch immer wieder gezwungen, theoretische und methodische Anleihen beim jeweils anderen zu machen. Unter «postmodernen» Vorzeichen hat dieser Streit jüngst noch an Brisanz gewonnen. Seine Anfänge reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück, als sich Wissenschaft und Kunst zu autonomen Diskursformen ausdifferenzierten und in ein für die Kultur der Moderne konstitutives Wechselverhältnis von Divergenz und Konvergenz traten. Dieser Band analysiert mit einer konzeptionellen Einleitung und elf historischen Fallstudien über einen Zeitraum von 250 Jahren einige der wichtigsten Konvergenzphänomene und will damit den geschichtlichen Horizont einer aktuellen Debatte erschließen.
Aus dem Inhalt: Das Wissen der Moderne - Zur Neubegründung des Verhältnisses von wissenschaftlicher Erkenntnis und künstlerischer Imagination im 18. Jahrhundert - Integrationsansätze in Poesie, Philosophie und Historie um 1800 - Interdiskursive Strategien in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts - Erfahrung als Problem - Rekonstruktionsversuche im 20. Jahrhundert.