Show Less
Restricted access

Die deutsche evangelische Sozialethik und die Demokratie seit 1945

Der Beitrag der EKD-Denkschriften zur Demokratie

Series:

Chong-Hun Jeong

Die EKD, die die deutschen evangelischen Kirchen seit ihrer Gründung integriert, äußert sich oft mit kirchlichen Stellungnahmen zu politischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Problemen. Solche Bemühungen der EKD spiegeln eine grundlegende Änderung ihres Verhältnisses zum Politischen wider. Die deutschen evangelischen Kirchen empfanden einerseits ihre Fehler im Dritten Reich sehr schmerzlich. Andererseits wollten sie sich in der von den Westalliierten eingeführten Demokratie bewähren. Der Verfasser will zeigen, daß die EKD-Denkschriften als eine evangelische Sozialethik zur deutschen Demokratie beitrugen und weiter beitragen werden. Er behandelt die Ost-, Friedens- und Demokratiedenkschrift sowie die Stuttgarter Erklärung als Ausdruck der Hinwendung der deutschen Kirche zur Demokratie. Diese Dokumente haben auch jetzt eine erhebliche Wirkung in Kirche und Öffentlichkeit.
Aus dem Inhalt: Deutschland als verspätete Nation - Stuttgarter Erklärung als Schuldbekenntnis: Hinwendung der deutschen evangelischen Kirche zur Demokratie - Ostdenkschrift als Zeichen der Versöhnung: Bemühen um Demokratie im Ost-West-Konflikt - Friedensdenkschrift als Ausdruck der Komplementarität: Bemühen um Frieden als Bedingung der Demokratie im Atomzeitalter - Demokratiedenkschrift als Anerkennung der Demokratie: Bemühen, die Demokratie weiterzuentwickeln - Vorschlag zur Mitverantwortung der deutschen evangelischen Kirche für die Demokratie aus der Sicht eines Ausländers.