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Naturwissenschaftliches Denken in der Wirtschaftstheorie

Eine kritische Betrachtung anhand des Entropieansatzes

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Roman Brandtweiner

Die Naturwissenschaft dominiert unser Leben, nicht nur durch die konkreten technischen Anwendungen ihrer Erkenntnisse, sondern auch durch die von ihr geschaffenen Denkstrukturen. Das Buch zeigt auf, inwiefern die Wirtschaftswissenschaften naturwissenschaftliche Methoden kopiert und unkritisch auf die sozialen Vorgänge des Wirtschaftsprozesses angewandt haben. Insbesondere wird auf die Schwächen mechanistischer Modelle und der daraus resultierenden Konsequenzen eingegangen. Dabei werden auch die soziokulturellen Bedingungen aufgezeigt, die dafür verantwortlich waren, daß die Mechanik zur ökonomischen Metatheorie avancieren konnte. Darüber hinaus wird auf alternative ökonomische Ansätze wie Georgescu-Roegens Entropieansatz, die evolutorische Ökonomie und den methodischen Subjektivismus eingegangen. Letztendlich macht diese Untersuchung aber die gesellschaftliche Bedingtheit des Wissens besonders bewußt, denn Wissenschaft ist eines von vielen gesellschaftlichen Subsystemen, und dementsprechend finden soziale Strömungen ihren Niederschlag in der Forschungsmethodik und demzufolge auch in den gewonnenen Erkenntnissen.
Aus dem Inhalt: Wechselwirkungen von Wissenschaft und Gesellschaft - Wissenschaftstheoretische Grundlagen der orthodoxen Wirtschaftstheorie, insbesondere der Neoklassik - Die Mechanik als ökonomische Metatheorie - Reversibilität mechanistischer Modelle - Georgescu-Roegens Kritik - Entropie - Irreversibilität - Systemtheorie - Evolution - Methodischer Subjektivismus - Evolutorische Ökonomie.