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Eine unbescheidene Charakterologie

Geistige Differenz von Judentum und Christentum- Otto Weiningers Lehre vom bestimmten Charakter

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Waltraud Hirsch

Die Bestimmungen des Charakters als Geschlecht, als Begabung und als Kraft einer Weltanschauung sind Gegenstand des Weiningerschen Denkens. In dieser Untersuchung wird die Grundlegung seines Systems als eine Theorie des Glaubens entwickelt. Zwei einander entgegengesetzte Geisteshaltungen werden dargestellt. Dabei wird der alles entscheidende Unterschied auf die Setzung eines letzten Einen gelegt, das einer im Anfang gedachten Duplizität konträr entgegensteht. Mit diesen idealtypischen Setzungen des Selbstbewußtseins bestimmt der Mensch bereits, was Religion, Kunst, Philosophie und Kultur für ihn sind. Im Anhang: erstmals veröffentlichte Dokumente, Konkordanz zwischen der 1. und 2. Auflage von «Geschlecht und Charakter», kommentierte Lebensdaten, umfangreiche Weiningerbibliographie.
Aus dem Inhalt: Begabung als Geschlecht - Der geistige Charakter - Begabung als Weltanschauung - Eine Theorie des Glaubens - Das Problem des Bösen - Eine Theorie der Erlösung.