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Psychopathologie und Neuropsychologie bei Kleinhirnerkrankungen

Mit einem Beitrag zur Anatomie und Neurophysiologie intracerebellärer- und cerebello-cerebraler Verbindungen

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Michael Platz

Anatomisch-physiologisch besitzt das Kleinhirn Verbindungen zum Frontalhirn, zu Assoziationsfeldern verschiedener Hirnregionen sowie zum limbischen System, die nicht allein der Regulation der Motorik zuzuordnen sind. Dies legt nahe, dass Erkrankungen des Kleinhirns auch zu affektiven und kognitiven Veränderungen führen können. Diese Untersuchung beschreibt kybernetische Modelle der Kleinhirnfunktionen und entwickelt durch Verknüpfung mit Studien zur Verhaltensforschung und zu krankheitsbedingten Läsionen Konzepte zur Beeinflussung psychischer Reaktionen durch das Kleinhirn. Mit klinisch-psychologischen Untersuchungsmethoden zur Diagnose seelischer Erkrankungen, der Emotionalität, von Persönlichkeitsstörungen und kognitiven Beeinträchtigungen wird an Patienten mit Kleinhirn-, Gefäß- und orthopädischen Erkrankungen geprüft, ob und gegebenenfalls welche psychischen Veränderungen Kleinhirnschädigungen regelhaft begleiten. Die oft mit Widersprüchen oder methodischen Problemen behafteten Literaturangaben werden diskutiert und den eigenen Befunden gegenübergestellt.
Aus dem Inhalt: Kleinhirnerkrankungen – Kybernetische Modelle der Kleinhirnfunktion – Wechselwirkungen zwischen Kleinhirn und extracerebellären Arealen – Kleinhirn-Befunde bei psychischen Erkrankungen – Neuropsychologie der Kleinhirnerkrankungen.