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«Blutrünstige Braminen am heiligen Strome»

Indienbilder in der deutschen Unterhaltungsliteratur zwischen Aufklärung und Restauration

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Asoka de Zoysa

Indienbilder der deutschsprachigen Bühne und Unterhaltungsliteratur werden in dieser Monographie erstmalig im Rahmen des Exotismus- und Kolonialismus-Diskurses behandelt. Wie die «indischen» Motive, Stereotypen, Projektionen und Klischees unterschiedliche Ausdrucksformen annahmen, wird mit Hilfe von über 25 bislang kaum untersuchten Werken des frühen 19. Jahrhunderts belegt. Die literarische Topographie Indiens wird anhand der Quellen der Reiseliteratur festgehalten und nach verschiedenen Chiffren charakterisiert. Diese Chiffren bestimmten das Lokalkolorit des jeweiligen Werkes und wurden von den Autoren instrumentalisiert, um ihr Publikum nach dem geltenden Geschmack in «ihr Indien» zu transponieren.
Aus dem Inhalt: Die literarische Topographie Indiens - Motive indischer Herkunft: «indische Witwe», «Paria», «Bajadere» und «Brahmane» - Hinduistische Riten und Kultbilder - Die Kolonisierung Indiens - Orientalische Königsstädte und romantische Landschaften - Inder in Europa - Unterhaltungswert «des Inders», «der Inderin» und des exotischen Landes - Mechanismen der indischen Traumwelt auf der Bühne.