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Bürokratisierung und betriebliche Rationalisierung

Die preußischen Landwirtschaftskammern und die Entwicklung der Agrarverfassung im wilhelminischen Kaiserreich

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Norbert Steinbeck

Mit dem Gesetz über die Landwirtschaftskammern schuf die preußische Agrarverwaltung eine universalgeschichtliche Voraussetzung der betriebskapitalistischen Transformation des deutschen Agrargewerbes. Seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert oblag auch in Mitteleuropa nicht mehr landwirtschaftlichen Honoratiorenvereinigungen, sondern berufsständischen Agrarkorporationen mit bürokratischer Verfassung die gesellschaftspolitische Funktion, zwischen den Interessen des Staats und jenen, die dem platten Lande seiner Bewohner eigen sind, zu vermitteln. Der mit der amtlichen Institutionalisierung ländlicher Interessen verbundene Wandel der agrarpolitischen Kultur Deutschlands ist ebenso Gegenstand der vorliegenden Studie wie die ökonomische, soziale und politische Entwicklung des ländlichen Raumes im wilhelminischen Kaiserreich.
Aus dem Inhalt: Geschichtliche Entwicklung, Struktur und Schwerpunkte der berufsständischen Agrarpolitik 1894-1914 - Soziologisches Profil der agrarpolitischen Interessenvertreter Preußens - Wirtschafts-, sozial- und bildungspolitische Transformationsprozesse im ländlichen Raum des wilhelminischen Kaiserreiches - Landwirtschaftliche Modernisierung im Industriezeitalter