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Kinderlastenausgleich versus verstärkte Einwanderung

Alternative Ansätze zur langfristigen Sicherung der Gesetzlichen Rentenversicherung

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Bernhard Manzke

Die Arbeit befaßt sich mit den Finanzierungsproblemen, die durch die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung für die Gesetzliche Rentenversicherung entstehen. Zunächst wird herausgearbeitet, daß nur Instrumente, die an den demographischen Ursachen der Finanzierungsprobleme ansetzen, eine wirkliche Reduzierung der Lasten bewirken können. Hier bieten sich eine Erhöhung des Kinderlastenausgleichs und eine verstärkte Einwanderung an. Als Ergebnis einer Wirkungsanalyse des Kinderlastenausgleichs auf der Basis der neoklassischen Fertilitätstheorie wird eine Aufstockung der Mittel um gut 70.000 DM pro Kind für erforderlich gehalten, um den Beitragssatz im Jahr 2030 gegenüber einem laissez-faire Szenario um 1,5 Prozentpunkte zu senken. Durch eine verstärkte Einwanderung ließe sich die gleiche Beitragssatzreduzierung kostengünstiger erreichen.
Der Autor: Bernhard Manzke wurde 1966 in Lübeck geboren. Von 1987 bis 1992 studierte er Volkswirtschaftslehre an der Universität Göttingen und an der University of California, Los Angeles. Seit 1992 ist er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre/Finanzwissenschaft der Universität Jena angestellt. Das im Rahmen dieser Tätigkeit begonnene Promotionsvorhaben schloß er im Sommer 1996 ab.