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Zentrum und Sozialdemokratie in der bayerischen Kammer der Abgeordneten 1893-1914

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Siegfried Brewka

Das Wirken von Zentrum und Sozialdemokratie im bayerischen Landtag 1893-1914 wird hier erstmals unter dem Aspekt der politischen Meinungs- und Willensbildung dargestellt: Wie entsteht politischer Wille innerhalb einer Fraktion? Welche Kriterien bedingen die Dominanz einzelner Personen, Gruppen und der Zentrumsfraktion als Ganzes im Parlament? Welche Rolle spielt der Druck der öffentlichen Meinung? Parlamentarisierungstendenzen: ja oder nein? Die Studie ist sachlogisch dreigeteilt. Die strukturellen Rahmendaten der Abgeordnetenkammer und der Einzelfraktionen werden durch die Auswertung von über 250.000 Einzeldaten gewonnen (Beruf, Alter, Herkunft, Abstimmungs- und Absenzverhalten, Fraktionsdisziplin etc.) Dieser Rahmen wird anhand zentraler Themen der damaligen bayerischen Politik erweitert. Mit Schwerpunkt auf der Zentrumsfraktion werden dabei die jüngst edierten Zentrumsfraktionsprotokolle, die amtlichen Landtagsdrucksachen und die politische Tagespublizistik minutiös ausgewertet. In ca. 30 Diagrammen und 150 Tabellen, die durch einen Personenindex erschlossen sind, läßt sich das parlamentarische Wirken jedes der 468 Abgeordneten verfolgen. Daher eignet sich diese Studie auch als Nachschlagewerk für jeden, der sich mit den bayerischen Parlamentariern und Fraktionen der Prinzregentenzeit befaßt.
Aus dem Inhalt: Die Fraktionen in der Kammer 1893-1914 - Zentrumsfraktion: Struktur, Konflikte und Konfliktlösungen, Verhältnis zur Sozialdemokratie - Verfassungsänderung, Landtagswahlgesetzreform, Agrarpolitik - Tabellenteil: Landtagswahlergebnisse, Berufs- und Altersstrukturen, Abstimmungen, Mitarbeit in Plenum und Ausschüssen, Ämterverteilung, Einzelgruppen, Zentrumsfraktion, Biographische Eckdaten und Index zu allen Abgeordneten.