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«Mathis der Maler» und der «Fall Hindemith»

Studien zu Hindemiths Opernlibretto im Kontext der kulturgeschichtlichen und politischen Bedingungen der 30er Jahre

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Gudrun Koch and Universität Münster

Im Mittelpunkt der Arbeit steht das von Paul Hindemith selbst verfaßte Libretto seiner Künstleroper Mathis der Maler. Seine hierzu vorhandenen umfangreichen Unterlagen werden hier erstmals in ihrer Gesamtheit gesichtet und in einer detaillierten Darstellung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie umfassen sowohl seine historischen und kunsthistorischen Studien über das Zeitalter der Renaissance als auch die zahlreichen verschiedenen Szenenentwürfe und Textfassungen. Die Analyse dieses Materials erlaubt nicht nur eine im Gegensatz zur bisherigen Fachliteratur vervollständigte Entstehungsgeschichte des Librettos, sondern verdeutlicht auch die Art und Weise von Hindemiths Identifikation mit dem historischen Vorbild seiner Opernfigur Mathis, dem Maler Matthias Grünewald. Vor dem Hintergrund der kulturgeschichtlichen und politischen Verhältnisse der 30er Jahre wird außerdem die Frage nach Hindemiths Auffassung von der Funktion des Künstlers in der Gesellschaft eingehend erörtert.
Aus dem Inhalt: Hindemiths Auseinandersetzung mit der «Neuen Musik» der 20er Jahre und seine Situation im Nazi-Deutschland - Das Libretto der Oper Mathis der Maler: Entstehungsgeschichte - Historischer Hintergrund - Analyse der verschiedenen Entwürfe und Textfassungen - Hindemiths Künstlerverständnis - Hindemith und seine Oper in der Kritik nach 1945.