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Internationale Kredite an Staaten

Lehren aus den lateinamerikanischen Schuldenproblemen der 80er Jahre

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Torsten Haupt

Wenn Banken internationale Kredite an Staaten vergeben, bewegen sie sich in einem Kreditsystem mit undurchsetzbaren Forderungen. Denn anders als Unternehmen und private Haushalte können Staaten nicht gegen ihren Willen zum Kapitaldienst gezwungen werden. Diese Problematik wird am Beispiel der lateinamerikanischen Schuldenprobleme der 80er Jahre aufgezeigt. Dabei wird deutlich, daß die lateinamerikanische Schuldensituation auch gegenwärtig immer noch sehr viel labiler ist als von vielen angenommen. Aufbauend auf der Analyse der Funktionsweise eines Kreditsystems mit undurchsetzbaren Forderungen werden Vorschläge für die Verbesserung der Voraussetzungen der Kreditvergabe an Staaten entwickelt. Diese Vorschläge betreffen die Länderrisikoanalyse der internationalen Geschäftsbanken, das Insolvenzrecht für Staaten und ein Konzept zur Umgehung der Durchsetzungsproblematik von Krediten an Staaten.
Aus dem Inhalt: Analyse der lateinamerikanischen Schuldenprobleme der 80er Jahre - Stabilität der Schuldensituation Anfang der 90er Jahre - Verschuldungsmodelle - Operationalisierung von Zahlungspotential und Durchsetzungspotential - Insolvenzordnung für Staaten - Konzept zur Umgehung der Durchsetzungsproblematik internationaler Kredite.