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Strukturierte Pluralität

Lebensstile zwischen vertikalen Strukturbedingungen und intervenierenden Faktoren

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Anke Wahl

Sozialstrukturelle und soziokulturelle Konzeptionen für die Analyse der Sozialstruktur moderner Industriegesellschaften stehen sich weitgehend unvermittelt gegenüber. Die eine Forschungsrichtung behauptet die «Aufweichung» und Auflösung klassen- und schichttypischer Strukturprinzipien. Die andere Forschungsrichtung hält weiterhin am vertikalen Strukturparadigma fest. Diese Arbeit nimmt die Debatte um «Strukturiertheit» und «Entstrukturiertheit» für die westdeutsche Gegenwartsgesellschaft auf, indem der Frage nachgegangen wird, welchen Effekt der enorme Zuwachs an Gestaltungsmöglichkeiten auf die Lebensführung der Menschen sowie auf die Sozial- und Klassenstruktur hat. Im theoretischen Teil der Arbeit wird die Rolle des Lebensstils in der gegenwärtig geführten Diskussion um die Verfassung der Gesellschaft erörtert. Im empirischen Teil der Arbeit wird in einer Querschnittsanalyse eine Lebensstiltypologie eruiert und porträtiert, die auf ihre sozialstrukturelle Verankerung hin untersucht wird.
Aus dem Inhalt: Kontroversen zur Entwicklung der Sozialstruktur: neue versus traditionelle Analysestrategien - Die soziokulturelle Klassentheorie: Lebensstile als klassenspezifisch strukturierte «Signalements» - Soziale Lagen und soziale Milieus: Lebensstile als soziokulturell differenzierte Assoziationen - Die Lebensstilsegmentierung in der westdeutschen Gegenwartsgesellschaft - Zum Zusammenhang von Sozialstruktur und Lebensstil - «Entökonomisierte» und lebensphasenspezifisch differenzierte Sozialstruktur.