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Literarische Spurensuche psychischer und physischer Konsequenzen der südafrikanischen Apartheidspolitik

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Ellen Putzki

Die politischen Veränderungen in Südafrika beeinflussen auch das literarische Geschehen im Land. Bereits seit Mitte der 80er Jahre zeigten sich deutliche Veränderungen der Inhalte und Formen der veröffentlichten Literatur. Südafrikanische Schriftsteller versuchten zunehmend, die rein politisch motivierte Antiapartheidsliteratur zugunsten einer breiteren Themenstellung zu erweitern, um sich von der politischen Kampfliteratur hin zu einer umfassend emanzipatorischen Literatur zu bewegen. Die Arbeit untersucht mit Hilfe einer Verzahnung des hermeneutischen Verfahrens und sozialgeschichtlicher Interpretation, inwieweit es Autoren im Apartheidsstaat Südafrika zwischen 1985 und 1988 gelingt, von der realpolitischen Krisensituation zu abstrahieren und Handlungen und Charaktere zu entwerfen, die nicht nur politische Inhalte verbrämen, sondern zwischenmenschliche Themen aufgreifen und verarbeiten.
Aus dem Inhalt: Aufgaben der Literatur in Südafrika - Möglichkeiten und Grenzen südafrikanischer Autoren, eine «neue» Literatur zu verfassen - Exemplarische Untersuchung von: Menan du Plessis, A State of Fear, London, 1987 - Coetzee, J.M., Times and Life of Michael K. London, 1986 - Wicomb, Zoe, You can't get lost in Cape Town, London, 1987.