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Zur Geschichte des Begriffs und der Theorie von der Arbeiteraristokratie in der europäischen Arbeiterbewegung

Von den Anfängen bis 1933

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Kuno Rinke

Sozialhistorisch und ideologiekritisch untersucht werden Begriff und «Theorie der Arbeiteraristokratie» in der europäischen Arbeiterbewegung vom 19. Jahrhundert bis zum Sieg des deutschen Faschismus. Ansätze des marxistischen, anarchistischen, sozialdemokratischen, kommunistischen und bürgerlichen Lagers werden in ihren Verwendungszusammenhang eingeordnet und in ihren Widersprüchen demontiert. Durchgängig war die politische Instrumentalisierung des Arbeiteraristokratiebegriffs bis hin zur dogmatischen Immunisierung (KPD; Kommunistische Internationale). Auch heute macht der Zusammenbruch des realsozialistischen Blocks übergreifende Fragen nicht obsolet. Für die globalen Siegersysteme stellt sich angesichts wachsender sozialer Unsicherheiten die Frage nach der gesellschaftlichen Systemakzeptanz.
Aus dem Inhalt: Ursprünge des Arbeiteraristokratiebegriffs in England und Deutschland - Eine Theorie der Arbeiteraristokratie bei Marx und Engels - Die europäische Arbeiterklasse als Arbeiteraristokratie - Die Verallgemeinerung der Theorie über den Zusammenhang von Imperialismus und Integration der Arbeiterbewegung - Privilegierte Arbeiter - Aristokratie oder Avantgarde der Arbeiterbewegung? Arbeiteraristokratie als Rechtfertigungstheorem rechter Burgfriedenspolitik, als Theorem des passiven Radikalismus und der radikalen Linken im Weltkrieg - Russische Sozialisten im Exil - Zur Falsifizierung der Leninschen Bestechungsthese - Kommunisten, Sozialisten und Sozialdemokraten 1919 bis 1933.