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Mehrstimmigkeit und Desintegration

Studien zu Narration und Geschichte in Mörikes "Maler Nolten</I>

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Achim Nuber

Mörikes Maler Nolten vermittelt eine komplexe Geschichte, in welcher Identität und Kommunikationsfähigkeit der Figuren sowie überkommene Sinnstiftungen problematisiert werden. Die Künstlerbiographien sind geprägt durch die Erfahrung von Desillusion, erscheinen als negative Fallbeispiele einer Poetisierung des Lebens und demonstrieren den Verlust von Autonomie. Infolgedessen mündet der erzählte Vorgang in eine Aporie. Darüber hinaus zeigt die Arbeit, wie die erzählten Prozesse des Scheiterns durch die Narration widergespiegelt werden. So inszeniert der Erzähler eine «auctoritas», die sich als nicht einlösbar erweist. Diese und andere Elemente machen den Maler Nolten zu einem Text, der auf mehreren Ebenen über künstlerische Darstellung reflektiert.
Aus dem Inhalt: «Fragmentarische» Figuren - Fehlverständigung - Negative Poetisierung des Lebens - Verlust von Autonomie - Komplementarität von Erzähl- und erzähltem Vorgang - Sinn- und Metaphysikkrise - Mehrstimmigkeit und Desintegration.