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«Lachen und Lächeln» in poetischen Texten

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Margarete Galler

Der in dieser Untersuchung vorgestellte Blick auf das Lachen und Lächeln in poetischen Texten von der Antike bis ins zwanzigste Jahrhundert läßt die Lach- und Lächelerwähnungen als textbedeutsame Komponenten erkennen, mit denen zentrale Aussagen eines Textes markiert werden. Lachen und Lächeln sind nicht lediglich schmückendes Beiwerk, sondern in ihren Erwähnungen manifestieren sich über den situativen Kontext hinausweisende Bezüge und Stellungnahmen zu dargestellten Sachverhalten. Die Lach- und Lächeltopographie eines Textes läßt den Spannungsbogen erkennen, in welchem sich die poetische Auseinandersetzung mit «Welt» vollzieht. Die vorliegende Untersuchung veranschaulicht diesen Blick an Texten von Ovid, Dante, Gellert, La Roche, Friedrich Schlegel, Dorothea Schlegel, Kleist, Heine, Raabe, Keller, Marlitt, Lewald und Thomas Mann.
Aus dem Inhalt: «Lachen» und «Lächeln» als Gegenstand wissenschaftlicher Betrachtung - Lächelnde Seele contra Blick der Begierde - Tugend und Unmoral im Roman der Empfindsamkeit - Eheliebe als Liebesehe - Lächelnder Geist und lachende Sinne in Schlegels Lucinde.