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Kollektives Handeln der Armen als Voraussetzung für Entwicklung

Eine empirische Untersuchung in Armutsvierteln von Rio de Janeiro

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Thomas Karsch

Die Versuche, die Armut in den Ländern der Dritten Welt zu bekämpfen, müssen in den meisten Fällen als gescheitert angesehen werden. Dabei fehlte es weniger am Wissen um die notwendigen entwicklungspolitischen Maßnahmen und Programme als an der Fähigkeit, diese Strategien um- und an den Ursachen der Armut anzusetzen. Wird Armut als systemabhängig begriffen, so ist eine erhöhte politische und ökonomische Interessenwahrnehmung der Armen unabdingbare Voraussetzung der Armutsüberwindung. Unter Rekurrierung auf theoretische Ansätze zu sozialen Konflikten und des kollektiven Handelns (Olson) werden Thesen entwickelt, wie interessengeleitetes, kollektives Handeln der Armen wahrscheinlich wird. Anhand einer empirischen Untersuchung in Favelas von Rio de Janeiro wird gezeigt, welche Faktoren förderlich sind, damit es den Armen gelingt, ihren Interessen politisch Geltung zu verschaffen.
Aus dem Inhalt: Zum Phänomen der Armut - Entwicklungsvoraussetzungen und soziale Konflikte - Die Unausgewogenheit der brasilianischen Entwicklung - Zu den Ursachen von Armut und sozialen Konflikten - Armut und Konfliktverhalten - Ergebnisse einer Untersuchung in den Favelas von Maré.