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Die Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft «Walter Ulbricht» 1948-1971

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Ulrich Bernhardt

In der Ära Ulbricht entwickelte sich die Deutsche Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft «Walter Ulbricht» (DASR) von der «Kaderschmiede» der Verwaltung zu dem zentralen Steuerungsinstrument für die Rechtswissenschaft der DDR. Ziel des Zentralkomitees der SED war eine «sozialistische Gemeinschaftsarbeit» aller Rechtswissenschaftler unter Führung der DASR. Die Umsetzung dieser Vorgabe gestaltete sich durchaus schwierig: Einerseits hervorgehoben, gelobt und privilegiert, wurde die Akademie andererseits schonungslos und bisweilen auch übertrieben kritisiert. Der Führungsanspruch, der auch auf den einzelnen Mitarbeitern der DASR lastete, äußerte sich in vorauseilendem Gehorsam und ängstlicher Unterwerfung und ließ für die wissenschaftliche Arbeit im eigentlichen Sinne kaum noch Freiräume.
Aus dem Inhalt: Die Aufnahme des Lehrbetriebs - Die ersten «Säuberungen» des Lehrkörpers - Publikationsorgane - Die Akademie und Josef W. Stalin - Das juristische Internatsstudium - Folgen des XX. Parteitages der KPdSU - Die Babelsberger Konferenz - Die DASR am 13. August 1961 - Die DASR und der VIII. Parteitag der SED.