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...«soviel Druckerschwärze wie Menschenblut»...

Propaganda- und Kriegsliteratur im neutralen Italien (August 1914 - Mai 1915)

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Thomas Widrich

Italiens Eintritt in den Ersten Weltkrieg erfolgte am 24. Mai 1915. Ihm war ein Bündniswechsel sowie ein «Krieg der öffentlichen Meinungen» vorausgegangen, den sich Kriegsbefürworter und -gegner, flankiert von den verfeindeten Bündnissystemen, lieferten. Das Buch zeichnet die Rolle der Propaganda- und Kriegsliteratur in diesem Konflikt nach. Dabei werden die Texte in einer literatursoziologischen Perspektive betrachtet, die nicht nur die inhaltlichen Aspekte, sondern auch den literarischen Kommunikationsprozeß und seine Komponenten (Interessen- und Zielgruppen, Autoren, Medien, Zensur) berücksichtigt. Die Untersuchung ist in einen allgemeinen historischen Rahmen eingebettet, der einen Überblick über die diplomatischen und innenpolitischen Ereignisse der Neutralitätsperiode bietet.
Aus dem Inhalt: Die Propagandaliteratur der Kriegseintrittsdebatte in Italien 1914-15 - Literatursoziologische Entstehungs- und Rezeptionszusammenhänge: Verleger, Autoren, Zensur, Rezipienten - Textinterpretationen: pro und contra Kriegseintritt, Irredentismus, Feindbilder, Kriegsvorbereitung, Sinnsuche im Krieg.