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Die Homeland-Politik in Südafrika

Die Entwicklung und Kontrolle der territorialen, demographischen, politischen und ökonomischen Ressourcen der Großen Apartheid zwischen 1950 und 1990

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Albrecht Isert

Die sogenannte Große Apartheid in Gestalt der «Homelands» stellte eine zentrale Säule des politischen Systems Südafrikas dar. Die Arbeit liefert eine erste historische und systematische Gesamtschau dieser Politik bis 1990. Der Ansatz versteht ihre Elemente als territoriale, demographische, politische und ökonomische Ressourcen, die das Regime und die Homeland-Führer aufbieten mußten, zeigt die Verflechtungen zwischen «weißem» Südafrika und Homelands auf und erfaßt sie als eigentümliche Kombination aus staatlichem Engagement zur rassistischen Trennung sowie aus Vernachlässigung der afrikanischen Bevölkerung. Er verweist zudem auf die Kontinuitätslinien in der Ressourcenfrage: die vorangegangene Reservatspolitik wie auch das Vermächtnis der Homelands für die Post-Apartheid-Gesellschaft, die nun ihrerseits um alle Ressourcen für Wiederaufbau und Entwicklung bemüht sein muß.
Aus dem Inhalt: Die Reservatspolitik vor der Apartheid-Ära - Die Homeland-Politik (ca. 1950-1990): Bestimmung und Kontrolle der Gebiete, der Bevölkerung, der politischen Strukturen und ökonomischen Ressourcen - Beispiele: Ciskei, Transkei, KwaZulu, Bophuthatswana.