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Laienlektüre und Buchmarkt im späten Mittelalter

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Thomas Kock and Rita Schlusemann

Die Erfindung des Buchdrucks war die technologische Antwort auf den im Spätmittelalter gerade bei Laien enorm gestiegenen Literaturbedarf. Diesem Bedarf vermochten selbst eine ausgedehnte gewerbliche Handschriftenproduktion und ein entsprechender Handschriftenmarkt kaum mehr zu genügen. Die Beiträge dieses Bandes behandeln die Frage, welche Bücher in dieser Übergangszeit des Medienwechsels hergestellt, verkauft und gelesen wurden, wer die Produzenten und Rezipienten von Handschriften und Frühdrucken waren und welche Faktoren den Buchmarkt bestimmt haben.
Aus dem Inhalt: Hermann Pleij: What and How did Lay Persons read, or: Did the Laity Actually Read? Literature, Printing and Public in the Low Countries between the Middle Ages and Modern Times - Rita Schlusemann: Buchmarkt in Antwerpen am Anfang des 16. Jahrhunderts - Gabriele Müller-Oberhäuser: Buchmarkt und Laienlektüre im englischen Frühdruck: William Caxton und die Tradierung der mittelenglischen Courtesy Books - Falk Eisermann: Gescheiterte Laienbildung? Das 'Kleine Empyreal' des Wilhelm von Velde - Bernhard Schnell: Die volkssprachliche Medizinliteratur des Mittelalters - Wissen für wen? - Volker Honemann: Laien als Literaturförderer im 15. und frühen 16. Jahrhundert - Jos.M.M. Hermans: Lokale und interregionale Aspekte von Laien, Lektüre und Buchmarkt in den nordöstlichen Niederlanden im Spätmittelalter - Lydia Wierda: Bookproduction in Zwolle in the Late Fifteenth Century: the Case of the Sarijs Manuscripts - Thomas Kock: Theorie und Praxis der Laienlektüre im Einflußbereich der Devotio moderna - Nikolaus Staubach: Gerhard Zerbolt von Zutphen und die Apologie der Laienlektüre in der Devotio moderna.