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Übergangsprobleme von autoritären Regimen zu demokratischen Systemen am Beispiel Spanien

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Uwe Cusnick

Wie verläuft eine erfolgreiche politische Transformation von einem autoritären Regime zu einem demokratischen System? Am Beispiel des Übergangs vom autoritären Franquismus zur heutigen parlamentarischen Monarchie in Spanien, die sogenannte Transición, wird untersucht, ob es generalisierbare Muster für die Erklärung und Prognose von Transformationsprozessen gibt. Im Zentrum der Untersuchung steht der Transformationsprozeß, der seine Dynamik aus der Interaktion der Akteure aus dem autoritären Regime und der Opposition erhält, sowie dessen Rahmenkonstellationen, die mit dem Typ und der Genese des autoritären Regimes zu tun haben. Akteure handeln innerhalb von Rahmenbedingungen, die ihre politischen Optionen begrenzen, jedoch nicht determinieren und auf die sie verändernd einwirken können. Die verschiedenen Typen von Akteuren, ihre Realitätskonstruktionen und die darauf aufbauenden Handlungsstrategien sowie die Konflikt- und Entscheidungsmuster sind dabei wichtige Untersuchungsbereiche. Der Autor führte hierzu eine Reihe von Gesprächen mit strategischen Akteuren der Transición und konnte Einblicke in bisher unveröffentlichte Dokumente nehmen.
Aus dem Inhalt: Theorien zur politischen Transformation - Arbeitsthesen zur spanischen Transformation - Genese und Regimetyp des Franquismus - Fraktionen und Inner-Regime-Konkurrenz - Beschleunigte Industrialisierung und sozialstrukturelle Folgen - Die Opposition - Die politischen Optionen des franquistischen Regimes - Die Phasen des Transformationsprozesses und ihr spezifisches Set von Akteuren, Strategien, Konfliktmustern und begrenzenden Rahmenbedingungen.