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Prävention und Selbsthilfeorientierung im Alter

Die Analyse einer gemeinwesenorientierten, lebensweltbezogenen Intervention im häuslichen Wohnkontext älterer Menschen

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Christine Dittrich

Die Forschungsarbeit setzt an der derzeitigen defizitären Altenhilfepraxis an. Ziel ist es, neue Möglichkeiten der noch wenig entwickelten sozialen Prävention und Selbsthilfeorientierung im Alter zu erproben. Im Vordergrund stehen Beteiligungsformen und selbstbestimmte Aktivitäten älterer Menschen. Gefördert werden sie durch einen trägerübergreifenden, gemeinwesenorientierten Ansatz der Sozialarbeit, der ältere Menschen als Experten ihrer Lebenssituation und ihres Wohnumfelds ernst nimmt und in professionelle Hilfestrukturen integriert. Methodisch greift das Projekt auf Aktions- bzw. Handlungsforschung zurück. Die veränderte Lebenswelt im Alter wird akzentuiert und die älteren Menschen als «handelnde Subjekte» in das Forschungsgeschehen aktiv einbezogen. Ihre bewußt geförderte Beteiligung und Artikulation nach der ca. vierjährigen Forschungsphase in einem Bielefelder Stadtteil zeigt neue Wege der Demokratisierung der Altenhilfe auf. Die umfangreiche theoretische Diskussion der Ergebnisse zieht Parallelen zur aktuellen europäischen Altenhilfepolitik.
Aus dem Inhalt: Die historischen, gesetzlichen und politischen Bedingungen der Altenhilfe - Prävention und Selbsthilfeorientierung im Alter - Gemeinwesenorientierte Ansätze der Sozialarbeit - Aktuelle Konzepte wie das Netzwerkkonzept, Case-Management und Empowerment - Dokumentation ausgewählter Prozesse und Ergebnisse des vierjährigen Forschungsprojekts im Stadtteil Bielefeld-Ost - Anregungen für die Praxis der Stadtteilarbeit mit älteren Menschen für Wohlfahrtsverbände, Kommunen, Wohnungsbauträger und Kirchengemeinden.