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Die Wahrnehmungspsychologie und Sinnesphysiologie des Albertus Magnus

Ein Modell der Sinnes- und Hirnfunktion aus der Zeit des Mittelalters- Mit einer Übersetzung aus "De anima</I>

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Peter Theiss-Abendroth

Die Rezeption der aristotelischen Naturphilosophie im 13. Jahrhundert führte auch zu einem besonderen Interesse an Fragen der Wahrnehmung sowie ihrer zentralen Verarbeitung. Dabei gelang es dem Dominikaner Albertus Magnus (ca. 1197-1280), unter Berücksichtigung der arabischen theoretischen Medizin die aristotelische Seelenlehre mit einer im Kern galenischen Physiologie in maßgeblicher Weise zu verbinden. Die Arbeit untersucht diese nach eigenen Ordnungsprinzipien entwickelte Syntheseleistung ebenso wie seine empirischen Beiträge. Sie liefert ein kritisches Gesamtbild unter Berücksichtigung sinnesphysiologischer, psychologischer und psychiatrischer Aspekte. Darüber hinaus werden erstmalig ausgedehnte Passagen aus De anima, Alberts relevantestem Werk zu diesem Thema, in einer Übersetzung vorgestellt.
Aus dem Inhalt: Biographische und wissenschaftshistorische Einleitung - Allgemeine Wahrnehmungstheorie im Kontext des aristotelischen Hylomorphismus-Konzeptes - Die äußeren und die inneren Sinne - Hirnventrikel und spiritus sensibilis - Der «dualistische Schnitt» - Träume und Melancholie - Übersetzung De anima, Buch 2, Traktat 3 und 4 sowie Buch 3, Traktat 1 und 2.