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Die Formierung der Angestelltenbewegung im Kaiserreich und die Entstehung des Angestelltenversicherungsgesetzes von 1911

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Barbara Bichler

Das Angestelltenversicherungsgesetz von 1911 ist ein Meilenstein der Sozialpolitik. Seine Bestimmungen zu Invaliden-, Alters- und Hinterbliebenenrenten gehen über eine sukzessive Verbesserung der Sozialversicherungen hinaus: Sie brachen mit bestehenden Grundsätzen - allerdings nur zu Gunsten der Angestellten, die dabei erstmals als eigenständige Arbeitnehmergruppe definiert wurden. Warum kam es zu dieser Privilegierung? Anhand zeitgenössischer Quellen arbeitet die Autorin heraus, welche Interessen und Strategien Parteien, Regierung, Arbeitgeber, Angestellte und Versicherungen während des Gesetzgebungsprozesses verfolgten. Es zeigt sich, daß die Angestelltenvereine - nachdem sie sich zur Angestelltenbewegung formiert hatten - nicht nur die Gesetzgebung in Gang brachten, sondern auch ihre Kernforderungen erfolgreich durchsetzten.
Aus dem Inhalt: Kritik der Angestellten an der Alters- und Invalidenversicherung um 1900 - Organisation, Interessenvertretung und Selbstverständnis der Angestelltenbewegung - Verlauf des Gesetzgebungsverfahrens - Angestelltenversicherungsgesetz und Reichsversicherungsordnung.