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(Re-)Konstruktion von Familie im sozialen Roman des 19. Jahrhunderts

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Claudia Streit

Warum sind die meisten sozialen Romane Familiengeschichten? Die Untersuchung widmet sich der scheinbar privaten Familienhandlung und erweist deren durchgängige Funktionalisierung im Rahmen eines Verständigungsprozesses darüber, was Gesellschaft eigentlich ist. Die Betrachtung des Konstitutionsvorgangs der neuen Disziplin Soziologie fokussiert die zentrale Stellung der Familie in der Gesellschaftstheorie des 19. Jahrhunderts. Die sozialen Romane übersetzen die Konkurrenz zwischen dem positivistisch-organizistischen und dem ständischen Gesellschaftsmodell in typische Handlungsschemata. Deren Gestalt und Entwicklung wird in ausführlichen Einzelanalysen für ein größeres Textkorpus nachvollzogen.
Aus dem Inhalt: Familie in der Gesellschaftstheorie des 19. Jahrhunderts - Das positivistisch-organizistische Gesellschaftsmodell als Determinante des progressiven Sozialromans - Das ständische Gesellschaftsmodell als Determinante des konservativen Sozialromans.